Seminare Geldwäsche
Das gesamte Programm zu GwG, KYC und Sorgfaltspflichten.
Zum ProgrammS+P Seminare | Geldwäscheprävention
Rechtsstand: Oktober 2026 | Lesezeit: ca. 6 Minuten | Geltendes Recht bis 09.07.2027, AMLR ab 10.07.2027
Die Abklärung des PEP-Status entscheidet bei jedem Kunden, ob verstärkte Sorgfaltspflichten greifen. Im Seminar lernst du, wie du sie in deinem Unternehmen sauber, risikoorientiert und prüffähig umsetzt.
Sie gehört zu den allgemeinen Sorgfaltspflichten nach § 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG und betrifft Vertragspartner und wirtschaftlich Berechtigte. Wer sie sicher beherrschen will, braucht eine Methode: Kategorien trennen, Treffer bewerten, Freigabe regeln, Herkunft belegen. Dafür qualifizieren die Geldwäsche-Seminare von S+P Seminare dein Team und deine Führungsebene.
Einordnung: Diese Seite gehört zum Cluster Governance, Risiko und Regulatorik der rollenbasierten Executive Education von S+P Seminare.
Inhalte mit Normbezug, Rechtsstand Oktober 2026. Prüfe vor der Umsetzung den aktuellen Stand der Rechtsakte.
Wer die Zustimmung zu einer PEP-Beziehung erteilt, muss sie begründen können. § 15 Abs. 4 Satz 1 GwG verlangt die Zustimmung der Führungsebene. Voraussetzung sind ausreichendes Wissen über Geldwäscherisiken und Entscheidungsbefugnis (§ 1 Abs. 15 GwG).
Das Gesetz schreibt kein bestimmtes Verfahren vor, verlangt aber angemessene, risikoorientierte Verfahren. Eine Datenbank ersetzt die Methode nicht: Treffer müssen bewertet, Fehltreffer begründet und Entscheidungen aufgezeichnet werden (§ 8 Abs. 1 GwG).
Ab dem 10. Juli 2027 gilt die AMLR. Sie erweitert den PEP-Begriff (Art. 2 Abs. 1 Nr. 34 AMLR) und die Maßnahmen bei Treffern (Art. 42 AMLR). Wer Prozesse und Qualifikation jetzt anpasst, muss 2027 nicht umbauen.
Familienmitglieder und Nahestehende laufen im System als PEP. Die Einstufung ist dann nicht mehr nachvollziehbar.
§ 1 Abs. 12 bis 14 GwGAuch ein Listenabgleich braucht geprüfte Datenqualität und aktuelle Listen. Die Datenbank ersetzt die Methode nicht.
BaFin-AuA AT Kap. 5.4.2Die Zustimmung braucht jemanden mit ausreichendem Wissen über Geldwäscherisiken und Entscheidungsbefugnis.
§ 1 Abs. 15, § 15 Abs. 4 GwGEine Selbstauskunft allein macht das Ergebnis nicht nachvollziehbar. Belege und Bewertung gehören in die Akte.
§ 15 Abs. 4 Satz 1 GwGWird ein Kunde erst während der Beziehung PEP, braucht die Fortführung eine erneute Zustimmung.
§ 15 Abs. 4 Satz 2, § 10 Abs. 3a GwGDie AMLR erweitert den Kreis der Ämter und verlangt zusätzlich die Herkunft des Gesamtvermögens.
Art. 2 Abs. 1 Nr. 34, Art. 42 AMLRDas Seminar KYC & Sorgfaltspflichten behandelt PEP- und Sanktionsscreening nach GwG und AMLR. Zum Seminar KYC & Sorgfaltspflichten
Sachkunde für die Funktion, die den PEP-Prozess verantwortet.
LehrgangWer im Haus was übernimmt, entscheidet darüber, ob der Prozess in der Prüfung trägt. Die Seminarinhalte folgen deshalb den Funktionen.
Die Aufteilung gilt für Verpflichtete aller Branchen. Beaufsichtigte Institute orientieren sich zusätzlich an den BaFin-Auslegungshinweisen, andere Verpflichtete an der Auffassung ihrer zuständigen Aufsichtsbehörde.
| Funktion | Das sollte sie können | Normbezug |
|---|---|---|
| Geldwäschebeauftragte | Verfahren festlegen, Datenqualität prüfen, Risikoeinstufung steuern | § 10 Abs. 1 Nr. 4, § 15 Abs. 3 Nr. 1 GwG |
| KYC- und Onboarding-Team | Abfrage durchführen, Treffer bearbeiten, Belege zur Herkunft einholen | § 10 Abs. 3 Nr. 1, § 8 Abs. 1 GwG |
| Führungsebene | Zustimmung erteilen, Fortführung bei Statuswechsel neu freigeben | § 1 Abs. 15, § 15 Abs. 4 GwG |
| Interne Revision | Angemessenheit des Verfahrens, Dokumentation und Bestandsscreening prüfen | § 8, § 10 Abs. 3a GwG |
Ein Verfahren statt individueller Einzelentscheidungen.
ProzessWer zustimmt, weiß, worauf sich die Entscheidung stützt.
FührungsebeneBelege, Bewertung und Ergebnis liegen nachvollziehbar vor.
DokumentationProzesse und Formulare sind auf den Stichtag 10. Juli 2027 ausgerichtet.
2027Compliance, Onboarding und Führungsebene verwenden dieselben Begriffe.
ZusammenarbeitDie Inhalte folgen dem Rechtsstand Oktober 2026.
RechtsstandDas gesamte Programm zu GwG, KYC und Sorgfaltspflichten.
Zum ProgrammSachkunde für die Funktion, die den PEP-Prozess verantwortet.
Zum LehrgangQualifizierung über Geldwäsche hinaus.
Zum LehrgangDer PEP-Anteil als Risikofaktor der Risikoanalyse.
Zum FachbeitragFür die Funktion, die das PEP-Verfahren prüft.
Zu den SeminarenAlle Seminare im Überblick.
Zum ÜberblickFehlen intern die Kapazitäten, um PEP-Prüfung und Trefferbearbeitung selbst zu leisten, unterstützt S+P Compliance bei der operativen Umsetzung.
Für alle, die den PEP-Prozess durchführen, verantworten oder freigeben: Geldwäschebeauftragte, KYC- und Onboarding-Teams, Compliance Officer und die Führungsebene mit Freigabekompetenz.
Nein. Das GwG schreibt kein bestimmtes Verfahren vor, verlangt aber angemessene, risikoorientierte Verfahren (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 GwG). Eine Datenbank ist eine Möglichkeit. Datenqualität und Aktualität der Listen musst du trotzdem prüfen.
Nein. Familienmitglieder (§ 1 Abs. 13 GwG) und bekanntermaßen nahestehende Personen (§ 1 Abs. 14 GwG) sind eigene Kategorien. Bei Feststellung und verstärkten Sorgfaltspflichten werden sie aber wie PEPs behandelt.
Ein Mitglied der Führungsebene. Gemeint ist, wer ausreichendes Wissen über die Geldwäscherisiken und Entscheidungsbefugnis hat. Es muss nicht zwingend die Geschäftsleitung sein (§ 1 Abs. 15, § 15 Abs. 4 Satz 1 GwG).
Ab dann gilt die Verordnung (EU) 2024/1624 (AMLR). Sie erweitert den PEP-Begriff (Art. 2 Abs. 1 Nr. 34 AMLR) und verlangt bei PEP-Beziehungen neben der Zustimmung des Senior Managements die Herkunft von Vermögen und Mitteln (Art. 42 AMLR). Passe Prozesse und Formulare rechtzeitig an.
Die Abklärung ist eine allgemeine Sorgfaltspflicht. Sie kann unter den Voraussetzungen des § 17 GwG auf Dritte oder durch vertragliche Auslagerung übertragen werden. Die Verantwortung bleibt beim Verpflichteten. Verstärkte Sorgfaltspflichten nach § 15 GwG lassen sich grundsätzlich nicht auf Dritte übertragen.
Primärquellen zuerst, dann Aufsichtsbehörden. Alle Verlinkungen führen zu amtlichen Stellen.
Die Abklärung des PEP-Status ist heute Pflicht und wird ab 2027 breiter. Wähle das Seminar oder den Lehrgang, der zur Rolle deines Teams passt, und bring Verfahren, Freigabe und Dokumentation auf einen Stand, den du in der Prüfung erklären kannst.


Achim Schulz ist selbst als Geldwäschebeauftragter (MLRO) für Banken, Wertpapierinstitute und weitere BaFin-regulierte Institute bestellt. Über S+P Compliance verantwortet er als Auslagerungsdienstleister die ausgelagerte Geldwäsche-Beauftragten-Funktion in der Praxis – genau dieses Praxis- und Prüfungswissen fließt direkt in den Lehrgang ein.
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